Die Ursachen und die vor Ort auftretenden Manifestationen von Erdungsfehlern im Transformatorenkern sind vielfältig, weisen jedoch oft gemeinsame Muster auf. Das Verständnis der strukturellen Merkmale des Transformators und die Identifizierung von Teilen, die anfällig für Mehrpunkt-Erdungen sind, sind entscheidend. Eine umfassende Analyse verschiedener Testdaten hilft, überflüssige Erdungspunkte genau zu lokalisieren. Bei der Durchführung einer solchen Analyse sollte man sich auf die folgenden Manifestationsmerkmale von Erdungsfehlern im Kern konzentrieren:
Öl-Chromatographie-Analysemerkmale
- Normale Zirkulation: Die Zirkulation zwischen den Erdungspunkten des Kerns führt zu Überhitzung des Kerns, beschleunigt das Rissbilden und die Zersetzung des Transformatorenöls und erzeugt brennbare charakteristische Gase. Die Anfangstemperatur liegt zwischen 300 und 700 Grad Celsius, typischerweise mit einem Fehlercode von 0 2 1, was zu einer abnormalen chromatographischen Analyse führt.
- Erhöhung des Gesamtkohlenwasserstoffgehalts: Der Gesamtgehalt an Kohlenwasserstoffen steigt, oft über 150 µL/L, wobei Ethylen und Methan die Hauptbestandteile sind und Acetylen in Spuren oder gar nicht vorhanden ist. Langfristiger Betrieb ohne Fehler hält Acetylen normalerweise unter 5 µL/L.
- Ernsthafte Fehler: Überhitzung ohne Hochenergieentladung erzeugt einen Fehlercode von 0 2 2 oder 0 0 2 (thermischer Fehler bei Hochtemperaturen über 700 Grad Celsius). Eine schnelle Gasproduktion, die die Richtwerte überschreitet, führt zu einer signifikanten Präsenz von Acetylen.
- Beteiligung von Isoliermaterialien: Einige Fehler betreffen Isoliermaterialien und führen zu erhöhten CO- und CO₂-Werten.
- Intermittierende Erdungsfehler: Erzeugen Acetylen aufgrund von Entladungssplittern, wobei C₂H₂ über 5 µL/L überschreitet.
Elektromessmerkmale
- Erhöhter Erdungsstrom: Mehrere Erdungspunkte bilden Zirkulationskanäle, was zu erheblich erhöhtem Erdungsstrom führt, der häufig den 0,1A-Limit der “Prüfvorschriften für elektrische Anlagen” überschreitet. Die Prüfung des Isolationswiderstands bei ausgeschaltetem Strom zeigt häufig Werte unter 5 MΩ.
- Messverfahren: Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, verwenden Sie ein Stromzangenmessgerät, das horizontal in halber Höhe des Öltanks platziert ist, um den Erdungsstrom zu messen. Zur Genauigkeit verbinden Sie eine zuverlässige Kurzschlussleitung parallel zum Erdungsleiter und messen mit einem AC-Amperemeter. Wiederholte Beobachtungen sind für intermittierende Mehrpunkt-Erdungen erforderlich, bei denen die Stromwerte schwanken.
- Herausforderungen bei der elektrischen Messung: Einpunkt-Erdungsfehler sind allein mit elektrischen Messungen schwer zu bestimmen. Chromatographische Analysen, Testprüfungen mit Stromabschaltung und visuelle Inspektionen sind notwendig, um Fehler genau zu identifizieren.
Merkmale der Inspektion von abgehängten Deckeln
- Visuelle Inspektion: Achten Sie auf Entladungen, Verbrennungen und Überhitzungsmarkierungen am Kern. Überprüfen Sie auf metallische Gegenstände wie Transportnägel, Klemmen, Schweißschlacke, Kupferdraht, Metallspäne oder Ablagerungen, die den Kern berühren.
- Anwendung von Wechselspannung: Das Anlegen von Wechselspannung an den Kernleiter kann Entladungsgeräusche oder Rauch erzeugen, was auf überflüssige Erdungspunkte hinweist.
- DC-Spannungsmessung: Trennen Sie den Kern von der Zange, legen Sie DC-Spannung an beide Seiten des Eisenjochs an und messen Sie die Spannung über den Kernlaminierungen. Nullspannung weist auf einen überflüssigen Erdungspunkt hin.
Durch das Verständnis und die Analyse dieser Merkmale können Erdungsfehler im Transformatorenkern effektiv identifiziert und behoben werden, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.






